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Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Wegberg

30.01.2021 | Wasserrohrbruch erfordert Räumung eines Heilpädagogischen Heimes

Die Freiwillige Feuerwehr Wegberg wurde diese Nacht um 02:19 Uhr zu einer Hilfeleistung 1 mit dem Stichwort „Wasser im Heizungsraum“ zur Jakob-Hoogen-Straße alarmiert. 
Dort befindet sich eine betreute Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung. Vor Ort stellen die Einsatzkräfte einen massiven Wasserschaden der Heizungsanlage im dritten Obergeschoss fest. Das Wasser tropfe schon durch die Decke des ersten Obergeschosses.
Die Einsatzkräfte ließen das Wasser abschiebern, stellten den Strom ab und evakuierten die Bewohner. Das Haus wurde durch den Schaden jedoch unbewohnbar, sodass 15 Menschen anderweitig untergebracht werden mussten.
 
Im Stadtgebiet Wegberg ist die Mensa im Schulzentrum für solche Zwecke vorgesehen. Daher wurden durch die Feuerwehrleute dort Feldbetten aufgebaut. Die inzwischen eingetroffene Heimleitung der Betreuungseinrichtung entschied jedoch, die Bewohner in Erkelenz unterzubringen, da sich dort eine weitere Einrichtung der Trägerschaft befindet. 
Durch die Feuerwehr Wegberg wurden dann in Erkelenz Feldbetten aufgebaut, die Bewohner wurden durch den Betreuungsbus der Kreises Heinsberg und einen Rettungswagen nach Erkelenz verbracht. 
Im Laufe des heutigen Tages werden die Bewohner auf andere Einrichtungen verteilt, da das Haus in Wegberg unbewohnbar ist. Gegen sechs Uhr war der Einsatz für alle Einsatzkräfte beendet.
 
? Löschzug 1 Stadtmitte, A-Dienst, Technische Einsatzleitung, Hauptamtliche Wache; Organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes, Rettungsdienst des Kreises Heinsberg, Betreuungsbus des Kreises Heinsberg, Abrollbehälter Infrastruktur des Kreises Heinsberg (von dort können z.B. Feldbetten, Bettwäsche und Zahnbürsten entnommen werden)
  
    

04.01.2021 | Jahresrückblick 2020 der Freiwilligen Feuerwehr Wegberg


Jahresrückblick 2020 der Freiwilligen Feuerwehr Wegberg
 
Das vergangene Jahr 2020 war für die Freiwillige Feuerwehr Wegberg nicht nur ein einsatzreiches, sondern auch ein herausforderndes Jahr. Unter der Führung von Wehrleiter Dietmar Gisbertz mit seinen Stellvertretern Ralf Jacobs und Thomas Hoffmann bewältigten die rund 280 Einsatzkräfte aus den neun Einheiten insgesamt 380 Einsätze.
 
Das umfangreiche Einsatzspektrum gliedert sich wie folgt:
• 81 Feuermeldungen
• 24 Alarme durch Brandmeldeanlagen
• 118 Technische Hilfeleistungen (z.B. Sturm, Wasser, Verkehrsunfall)
• 40 Einsätze zur technischen Menschenrettung (Unterstützung des Rettungsdienstes durch die Drehleiter oder Tragehilfe sowie hilfsbedürftige Personen hinter verschlossenen Türen)
• 42 Ölspurbeseitigungen (teils durch die Einsatzkräfte, teils durch den Bauhof oder durch spezielle Fachfirmen)
• 8 Tierrettungen
• 8 Gasalarmierungen
• 39 First Responder Einsätze (Hierbei fahren die Hauptamtlichen Einsatzkräfte zu Einsätzen des Rettungsdienstes, falls ein Rettungsmittel aufgrund eines Paralleleinsatzes eine verzögerte Anfahrt haben sollte.)
• 20 sonstige Einsätze
 
Besonders in Erinnerung bleiben wird sicherlich der Waldbrand im Grenzwald „De Meinweg“, bei dem viele Wegberger Einsatzkräfte stundenlang im Einsatz waren, um das Feuer zu löschen und die niederländischen Kollegen zu unterstützen.
Ein weiteres großes Feuer war der Brand bei Holzland Wicht in Hückelhoven, zu dem wir im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung alarmiert wurden, sowie ein Wohnungsbrand an der Bahnhofstraße im April. Weitere Großbrände waren noch der Brand der alten Sporthalle auf dem Militärgelände und der Brand einer Halle in Rath-Anhoven.
 
 
Neben diesen zahlreichen, vielfältigen Einsatzlagen hatte die Freiwillige Feuerwehr Wegberg aber auch mit einer völlig neuen, bisher unbekannten Herausforderung zu tun. Die Corona-Pandemie macht natürlich auch vor uns nicht Halt. Schon früh wurden daher Hygienekonzepte entwickelt, deren Umsetzung nötig war, aber auch unseren normalen „Feuerwehralltag“ massiv einschränkt. Auf Anordnung der Aufsichtsbehörde wurde unser Übungs- und Ausbildungsbetrieb mehrfach unterbrochen, bzw. eingeschränkt. Wir als Feuerwehr gehören zur kritischen Infrastruktur, was bedeutet, dass wir unsere Gerätehäuser nur noch zu Einsätzen und mit Mund-Nasen-Schutz betreten dürfen. Um unseren hohen Ausbildungsstand weiterhin garantieren zu könnten, führen einige Löschgruppen den virtuellen Ausbildungsdienst am heimischen Computer ein.
 
Trotz aller Widrigkeiten konnte 2020 erfreulicherweise der Neubau des Gerätehauses in Moorshoven wie auch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Gerätehaus in Arsbeck abgeschlossen werden. Ebenfalls wurden die umfangreichen Planungsarbeiten zur Gestaltung der neuen Feuerwache zielstrebig vorangetrieben. Der Arbeitskreis, der aus Kolleginnen und Kollegen der Verwaltung, mehreren Fachingenieuren, dem ausführenden Architekten, dem Wachführer der Hauptamtlichen Wache und dem Leiter der Feuerwehr besteht, tagte in regelmäßigen Abständen.
 
Für 2021 haben wir folgende Schwerpunkte auf der Agenda:
• Bewältigung der Corona -Pandemie,
• Inbetriebnahme eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges für die Löschgruppe Moorshoven
• Umsetzung eines neuen Dekontaminierungskonzeptes nach Gebäudebränden
• Umsetzung eines erweiterten Waldbrandkonzeptes
• Baubeginn zum Neubau der Feuerwache Wegberg