Die Freiwillige Feuerwehr Wegberg wurde gestern am frühen Nachmittag, um 12:42 Uhr, mit dem Alarmstichwort „unklare Rauchentwicklung“ zur Friedrich-List-Allee im Industriegebiet Wildenrath alarmiert.
Aufgrund vieler Anrufe, wurde sofort nach Alarmierung des Zug 3 (Löschgruppe Wildenrath, Löschgruppe Arsbeck) auf „Feuer 2“ erhöht, sodass auch der Löschzug 4 (Löschgruppe Klinkum, Löschgruppe Tüschenbroich) und der Löschzug 1 (Stadtmitte) alarmiert wurden.
 
Am Einsatzort angekommen konnte eine Rauchentwicklung bestätigt werden. Diese kam aus einer alten Turnhalle der früheren Engländersiedlung in Petersholz. Da das Gebäude weit im Wald lag und durch einen Zaun und ein Tor gesichert war, musste sich erst Zugang verschafft werden.
Nachdem das Schloss aufgebrochen wurde und ein Baum beseitigt war, konnten die Einsatzkräfte zur Halle gelangen. Im Inneren der Halle waren kleine Flammen, sowie eine sehr dichte Rauchentwicklung zu sehen. Aufgrund einer vermuteten Einsturzgefahr begann ein Trupp unter Atemschutz mittels C-Rohr von der Tür aus den Brand zu löschen.
Ein weiterer Trupp verschaffte sich am anderen Ende der Halle einen Zugang und begann ebenfalls, unter Atemschutz und mit einem C-Rohr ausgerüstet, den Brand von der anderen Seite zu löschen. Durch das Zerschlagen oben liegender Fenster konnte eine Abluftöffnung geschaffen werden, durch die der Rauch abzog.
Mit der nun vorhandenen Sicht stellte sich heraus, dass der Turnhallenboden gebrannt hatte. Um auszuschließen, dass das Feuer unter der Holzkonstruktion noch schwelt und sich weiter verbreitet, wurde anschließend mit insgesamt 6 Trupps der Turnhallenboden aufgerissen und mit Hilfe einer Wärmebildkamera kontrolliert.
Unterstützt wurde die Feuerwehr Wegberg dabei von der Betriebsfeuerwehr der ZUE Petersholz. Nach zweieinhalb Stunden war der Einsatz für alle Kräfte beendet. Lediglich die Löschgruppe Wildenrath fuhr nachmittags nochmal zum Einsatzort, um im Rahmen einer Brandnachschau zu kontrollieren, dass sich keine weiteren Glutnester gebildet haben.
Im Einsatz waren der Löschzug 1, der Löschzug 3, der Löschzug 4, der Einsatzführungsdienst, die Technische Einsatzleitung, die Betriebsfeuerwehr der ZUE, der Rettungsdienst, sowie die Polizei.