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Was ist die Wärmegewöhnungsanlage? PDF Druckbutton anzeigen?

Die Wärmegewöhnunganlage ist eine Containeranlage, bestehend aus drei miteinander verbundenen Containern.

Der erste Container beinhaltet eine Übungsstrecke, die so genannte "Kriechstrecke". Dabei lernen die Feuerwehrleute unter Atemschutz in absoluter Dunkelheit sowie bei Hitze und Rauch die richtigen Vorgehensweisen im Brandfall. Selbstverständlich ist immer ein Ausbilder mit dabei, zudem steht vor der Anlage stets ein Sicherheitstrupp für den Ernstfall bereit.

Die Kriechstrecke beinhaltet diverse Hindernisse, die von den Einsatzkräften überwunden werden müssen. So führt der Weg unter anderem durch

Traktor-Reifen sowie durch enge, auf zwei Ebenen verteilte Metallkäfige.

 

Zum einen stellt dies eine nicht unerhebliche körperliche Belastung dar, zum anderen lernen die Wehrleute dabei, sich mit den schweren Atemschutzgeräten auch auf engem Raum sicher zu bewegen.

Im Anschluss geht es in den zweiten Container, in welchem eine Wohnung nachgebaut wurde. Dabei lernen die Einsatzkräfte - ebenfalls bei vollständiger Dunkelheit - das richtige Absuchen von Wohnungen. Hierbei ist insbesondere Teamarbeit gefordert. Um hier den verschiedenen Bedürfnissen gerecht werden zu können, wird dieser Container zwischendurch anders gestaltet und somit eine andere Wohnung simuliert.

Wurde auch diese Hürde genommen, geht es weiter in den dritten Container, den so genannten "Brandcontainer". Dieser ist das Herzstück der gesamten Anlage, denn in diesem geschlossenen Container brennt kontinuierlich ein großes, offenes Feuer. Dadurch werden in diesem Container auf Höhe der Türklinke Temperaturen von 180 Grad Celsius und mehr erreicht, unter der Decke sogar Temperaturen von über 300 Grad Celsius.

In diesem Container erfahren die Einsatzkräfte, was ein Feuer in einer geschlossenen Wohnung bedeutet. Zunächst erfolgt eine Überprüfung der Temperatur. Hierbei ziehen die Einsatzkräfte auf dem Boden hockend einen Handschuh aus, zunächst geschützt hinter dem eigenen Bein. Danach soll versucht werden, wie hoch man die Hand in diesem Brandcontainer heben kann. Im Regelfall endet diese Übung bereits ca. 50 Zentimenter über dem Boden, denn bereits dort ist die Temperatur ohne Schutzkleidung nicht mehr auszuhalten.

Im Anschluss erfolgen diverse Übungen wie zum Beispiel der Einsatz von Löschtechniken. Zunächst üben die Wehrleute den Einsatz richtiger Löschtechniken sowie das Überprüfen der Hitzeentwicklung. Hier kommt es nicht auf die eingesetzte Wassermenge, sondern auf die präzise Technik an. Auch wird der Notfall geprobt, wie die Einsatzkräfte sich im Ernstfall mit einem Wasser-Schutzschild vor einer so genannten Rauchgasexplosion schützen können. Wurde auch diese Übung erfolgreich gemeistert, erfahren die Teilnehmer am eigenen Leib die Nachteile der falschen Löschtechniken. So wird versucht, das Feuer mit einer höheren Wassermenge zu löschen. Dadurch entstehen jedoch Unmengen von heissem Wasserdampf, sodass ein weiterer Verbleib im Brandcontainer im Regelfall nicht mehr möglich ist.

Hier erhalten Sie ein paar Eindrücke der Wärmegewöhnungsanlage:

 

 
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