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Freitag, den 10. Februar 2012 um 17:54 Uhr

Glitzerndes Eis birgt oft tödliche Einbruchgefahren

Nach dem knackigen Frost der vergangenen Tage wird es jetzt wieder langsam wärmer. Wer sich trotzdem aufs Eis wagen will, sollte einige einfache Ratschläge beherzigen:

  • Nehmen Sie Warnungen der örtlichen Behörden vor dem Betreten von Eisflächen sehr ernst! Eis kann seine Tragfähigkeit äußerst schnell verändern. Dies ist für Laien nur sehr schwer einzuschätzen.
  • Vor allem an dunklen Stellen kann das Eis zu dünn sein. Hier droht Einbruchgefahr!
  • Falls das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt gilt: nicht betreten! Wenn Sie bereits auf dem Eis sind: Flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen und zum Ufer robben. Vermeiden Sie jedoch möglichst ruckartige Bewegungen.
  • Vorsicht ist nicht nur bei verschneiter Oberfläche und bewachsenem Ufer geboten; auch an Zu- und Abläufen kann die Eisdicke plötzlich abnehmen. Prinzipiell sollten Sie nur Gewässer betreten, die freigegeben sind.
  • Wer einbricht, sollte versuchen, sich am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn möglich, mit den Füßen versuchen, sich an der hinteren und gleichzeitig mit den Händen an der vorderen Einbruchstelle hochzuziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.
  • Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen. Hier gilt: Eigensicherung beachten und notfalls weitere Helfer rufen.
  • Wer zum Helfen die Eisfläche betritt, sollte dafür eine Unterlage (Leiter, Bretter) verwenden, um das Gewicht zu verteilen. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage macht es leichter, die eingebrochene Person zu retten. Ein Hilfsmittel können auch an Gewässern aufgehängte Rettungsringe sein.
  • Gerettete in warme Decken hüllen und vorsichtig erwärmen. Auch wenn die betroffene Person friert, niemals zu schnell die Körpertemperatur erhöhen.
  • Unterkühlten Personen keinen Alkohol geben, stattdessen warmen Tee reichen. 
  • Innerhalb von drei bis vier Minuten in kaltem Wasser (drei bis vier Grad) erschlaffen die Muskeln, der Körper erlahmt, die eingebrochene Person geht unter. Daher ist die sofortige Alarmierung der Hilfskräfte über die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 lebenswichtig, denn sie gewährleistet schnelle Hilfe.

 

Ihre

Freiwillige Feuerwehr Wegberg

 

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