Montag, 17 November 2014 13:08

Bauarbeiter in Erdreich eingeklemmt

Am Montag Mittag wurden die Feuerwehr, der Rettungsdienst nebst Notarzt sowie die Polizei zu einem Baustellenunfall in die Gerhard-Hauptmann-Straße nach Wegberg gerufen. Dort versackte ein Arbeiter eines Bauunternehmens in einer zwei Meter tiefen Baugrube plötzlich bis zur Hüfte im Erdreich.

Aufgrund des Druckes auf den Körper sowie den kühlen Temperaturen wurde der Patient durch den Rettungsdienst stabilisiert und stetig überwacht. Parallel hierzu sicherten die Feuerwehrleute die Seitenwände gegen Abrutschen und entfernten mit Schaufeln Stück für Stück das Erdreich um den Bauarbeiter. Über die Drehleiter konnte die Person letztlich mittels Trage aus der Grube gerettet werden. Letztlich wurde der Patient dem Rettungsdienst übergeben und zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus verbracht.


Die Alarmierung erfolgte um 11:41 Uhr, um 13:00 Uhr war der Einsatz für die Wehrleute beendet. Alarmiert waren die Löschgruppe Moorshoven, der Löschzug 4 sowie der Löschzug 1. Die Einsatzkräfte befanden sich mit insgesamt neun Fahrzeugen auf der Anfahrt zum Einsatz. Da die Kräfte ausreichten, verblieb der Löschzug 1 mit fünf Fahrzeugen an der Einsatzstelle.

Am vergangen Samstag fand in der VELTINS-Arena in Gelsenkirchen die Verleihung des Sicherheitspreises 2014 der Unfallkasse NRW statt.

Dazu lud die Unfallkasse NRW die neun Finalisten des "Sicherheitspreises der Jugendfeuerwehren" in das modernste Stadion Europas nach Gelsenkirchen ein. Im Rahmen des offiziellen Programms stellten die Finalisten ihren Beitrag persönlich vor. So auch die Wegberger Jugendfeuerwehr. Die Jugendlichen hatten sich vor der Teilnahme an diesem Projekt intensiv Gedanken dazu gemacht, wie man die Arbeit der Jugendfeuerwehr sicherer gestalten kann. Doch die Konkurrenz war stark - so präsentierten die weiteren Finalisten ihre Arbeiten wie zum Beispiel Verbesserungen an Feuerwehreinsatzhelmen, sichere Schlauchwickelmaschinen oder oder auch leichtere Entnahmemöglichkeiten von Einsatzgerätschaften.

Den ersten Platz machte die Wegberger Jugendfeuerwehr mit ihrem kindgerechten Übungsdummy. Die Idee war, dass die Jugendlichen bei ihren Übungen nicht mehr die schweren Dummys tragen müssen, wie es die Kameraden aus der aktiven Wehr zu Übungszwecken machen. Diese Dummys wiegen ca. 50 bis 75 Kilogramm und sind für die heranwachsenden Einsatzkräfte alles andere als Rückenschonend. Die entwickelten, leichten Dummys wiegen lediglich ein paar Kilogramm, stehen jedoch den "echten" Dummys in Größe und Stabilität in nichts nach. Zudem kann dieser leichte Dummy im Wasser als auch an Land genutzt werden.

Über den ersten Platz freute sich die mitgereisten Jugendlichen sowie das Ausbilderteam von Stadtjugendfeuerwehrwartin Ilka Karduck. Zu den ersten Gratulanten vor Ort zählten neben der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Wegberg, Frau Dr. Broy, auch voller Stolz Wehrleiter Dietmar Gisbertz sowie der Kreisjugendfeuerwehrwart Willi Welfens. Weitere Glückwünsche gingen unverzüglich noch von Kreisbrandmeister Klaus Bodden sowie Bürgermeister Michael Stock ein.

Im Anschluss an die Übergabe der Siegerprämie in Höhe von 1.000 Euro stand eine Führung durch die VELTINS-Arena auf dem Programm. Später konnten die Jugendlichen den Tag nochmal in lockerer Atmosphäre in einem Schnellrestaurant bei Burger und Pommes revue passieren lassen.

Natürlich gratulieren auch die Kameradinnen und Kameraden der aktiven Wehr sowie der Alters- und Ehrenabteilung herzlich zu dieser hervorragenden Leistung unserer Wegberger Jugendfeuerwehr.

Die bebilderte Bauanleitung des "Wegberger Jugend-Dummys" finden Sie am Ende dieses Artikels unter "Anhänge herunterladen".