Stellv. Wehrleiter Thomas Hoffmann rief die Übung ins LebenDer Löschzug 3 der Freiwilligen Feuerwehr Wegberg sowie der  Rettungsdienst des Kreises Heinsberg (RD HS) übten am 06.09.2014 unter realistischen Bedingungen verschiedene Einsatzszenarien. Unterstützt wurden die Kameraden von weiteren Einsatzkräften des Löschzuges 1.

Auf dem ehemaligen Gelände der britischen Streitkräfte in Petersholz boten sich dabei realistische Übungsobjekte. Als erste Übung erfolge eine Alarmierung zu einem Verkehrsunfall mit zwei verunfallten PKW. Dabei galt es,  zwei eingeklemmte Personen zu befreien. Doch was die Einsatzkräfte nicht wussten - als Statisten waren Mitglieder der Wegberger Jugendfeuerwehr vor Ort, um das Geschehen noch realistischer zu gestalten. Als zweite Übung stand die Unterstützung des Rettungsdienstes auf dem Programm. Der zunächst alarmierte Rettungsdienst stellte einen Suizid-Versuch in einem Mehrfamilienhaus fest. Wie ein Brief an der Eingangstüre vermuten ließ, hatte sich eine Person mit einem in der Wohnung betriebenen Grill vorsätzlich vergiftet. Es erfolgte eine Nachalarmierung der Einsatzkräfte, welche unter Atemschutz die Wohnung absuchten. Sie fanden in einem Zimmer eine bewusstlose Person, welche unverzüglich ins Freie verbracht und anschließend dem Rettungsdienst übergeben wurde. 

Die Übungen verliefen bereits sehr gut, ungeachtet dessen erfolgte allerdings nach jeder Übung eine offene Ansprache der aufgetretenen Fehler, um auch einen Lerneffekt zu erhalten. "Die angesprochenen Tipps wurden unverzüglich angenommen und bereits in den folgenden beiden Übungen sehr gut umgesetzt", erklärte Wehrleiter Dietmar Gisbertz. 

Für die dritte Übung des Tages lautete die Einsatzmeldung "Kellerbrand - vermisste Person". Bei Eintreffen der Einsatzkräfte an der Einsatzstelle drangen tief schwarze Rauchwolken aus dem Gebäude - mehrere in dem Gebäudekomplex befindlichen Statisten riefen um Hilfe und ließen die Grenze zwischen Übung und realistischem Einsatz immer mehr schwinden. Die von allen Seiten her schrillenden Rauchmelder ließen zudem eine lautstarke Geräuschkulisse entstehen.

Souverän meisterten die Einsatzkräfte diese Einsatzlage und arbeiteten Wohnung für Wohnung ab um die Personen ins Freie zu verbringen, dem Rettungsdienst zu übergeben und den mutmaßlichen Brandherd zu löschen. Letztlich wurde das Gebäude umfangreich belüftet.

Für die vierte Übung galt es, eine kollabierte Person vom Dach einer Firma zu retten. Der alarmierte Rettungsdienst nahm dazu erste medizinische Maßnahmen vor und alarmierte die Drehleiter zur Unterstützung. Der Patient wurde letztlich über die Drehleiter vom Dach gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.

Für die letzte Übung an diesem Tage wurde ein größerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten PKW sowie einem Fahrradfahrer nachgestellt. Als besondere Schwierigkeit galt es mehrere eingeklemmte Personen zu befreien und Verletzte zu versorgen.

Nach einem langen und anstrengenden, aber sehr realistischen und lehrreichen Übungsnachmittag bedankte sich Wehrleiter Dietmar Gisbertz bei den Kameraden für die Teilnahme an den Übungen. Einen besonderen Dank sprach Gisbertz dem stellvertretenden Wehrleiter Thomas Hoffmann aus, welcher die Übungen mit sehr viel Augenmerk auf Details organisiert und durchgeführt hat. Tatkräftig unterstützt wurde er dabei von Thomas Heinze sowie Christian Lambertz, Leiter der Rettungswache Erkelenz / Wegberg. Ein weiterer Dank galt den Mitarbeitern des Rettungsdienstes des Kreises Heinsberg (RD HS), welche die Übungszenarien tatkräftig unterstützten.

Ein weiterer Dank gilt der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, welche die Übungen auf dem ehemaligen Gelände der britischen Streitkräfte in Petersholz genehmigte. Die gemachten Erfahrungen zeigten den Einsatzkräften, dass auf diesem Gelände eine Vielzahl von realistischen Einsatzgeschehen nachgestellt werden können. 

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