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Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Wegberg

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Der Ratsbeschluss vom 25.10.2016 schlägt hohe Wellen in Wegberg, daher finden sie in diesem Beitrag eine Zusammenfassung der Stellungnahmen von Wehrleiter Dietmar Gisbertz sowie die Artikel aus dem RP-ePaper zu diesem Thema:
 

Öffentliche Stellungnahmen von Wehrleiter Dietmar Gisbertz:

25.10.2016:

Erstes Statement der Feuerwehr zur heutigen Ratssitzung:
Die Feuerwehr ist maßlos enttäuscht über die mehrheitliche Abstimmung zum Bebauungsplan für die neue Feuerwache Wegberg.
Der Bebauungsplan wurde in seiner Form leider von den meisten Fraktionen,allen voran die CDU, in seiner jetzigen Form abgelehnt. Die Gründe sind für die vielen Feuerwehrkameraden nicht nachvollziehbar.

Sie sind maßlos enttäuscht!!!

So verließen die Kameraden auch unmittelbar nach der Abstimmung umgehend im "zunächst stillen Protest" den Ratssaal.

Nun werden weitere Schritte seitens der Feuerwehr intern wie auch öffentlich besprochen. werden müssen.

Dies war wahrlich kein guter Tag für das Ehrenamt in Wegberg.
Schade !!!
D. Gisbertz
Leiter der Feuerwehr

 


 

Update 27.10.2016:

2. Statement der Feuerwehr:
Zunächst möchte ich mich im Namen der Feuerwehr bei " allen Mitgliedern" des Arbeitskreises Feuerwehr herzlich für Ihre offene und konstruktive Zusammenarbeit bedanken.
Dieser Dank geht sowohl in Richtung des Verwaltungsvorstandes wie auch an die Vertreter der Ratsfraktionen.
Zumindest für die Kameraden in Klinkum und Moorshoven konnte ja ein tragfähiges Ergebnis vereinbart werden.
Das freut uns natürlich sehr.
Danke !!!

Umso mehr muss man dann vom Ergebnis der Abstimmung zum B-Plan verwundert sein, da sich ein solches Ergebnis im AK nicht abzeichnete.

Hier hätte sich die Feuerwehr mehr Offenheit gewünscht.
Anscheinend konnten die Mitglieder des AK ihre eigenen Fraktions-Chefs nicht überzeugen. Dies ist grundsätzlich ja verständlich, sollte dann aber auch so im AK vermittelt werden.
Schade.....

Für uns - Ehrenamtler in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr- bedeutet dies, dass wir in den kommenden Tagen bis zum 6.12.2016( Termin der nächsten Ratssitzung) nicht nur den Brandschutz in Wegberg in geeigneter Weise sicherstellen müssen, sondern auch bei einigen - leider bei der Mehrheit- der Mandatsträger noch Überzeugungsarbeit in Sachen " Feuerwache" leisten müssen.
Wir sind jedenfalls Gesprächsbereit.......

Übrigens nur zur Klarstellung:
Die Feuerwache Wegberg ist nicht nur das Gerätehaus des Löschzuges1(Stadtmitte) sondern auch Arbeitsplatz unserer 8 Hauptamtlichen Kollegen die " rund um die Uhr" dort arbeiten müssen. Weiterhin ist sie auch Servicestützpunkt für alle Löschgruppen im Stadtgebiet. Somit Anlaufstelle für mehr als 260 Einsatzkräfte

Wir bleiben gespannt.......

D. Gisbertz
Leiter der Feuerwehr

 


 

Update 01.11.2016:

3. Statement der Feuerwehr zur neuen Feuerwache:
Da ich täglich viele Anfragen per Telefon, Mail und FB zum aktuellen Sachstand bekomme, möchte ich hier eine kurze Zusammenfassung des aktuellen Sachstandes geben:
1. zwischenzeitlich haben sich Mitglieder des Löschzuges 1 mehrfach getroffen um das weitere Vorgehen zu besprechen.
2. am Sonntag fand ein Gespräch zwischen dem Löschzug1, der CDU Fraktion und dem Wehrleiter statt. Bei diesem Gespräch wurden gegenseitig die Argumente bezüglich des B-Planes ausgetauscht.
4. Die Feuerwehr übergab der CDU einen Bürgerantrag zur Weiterleitung an den Bürgermeister. Inhalt dieses Antrages ist es, dass es auf der nächsten Ratssitzung am 20.12.16 eine neue Beschlussfassung bezüglich des B-Planes geben möge.
Herr Gellissen sicherte zu dies am Folgetag so mit seiner Fraktion abzustimmen.
Er sah keine großen Probleme in der weiteren Vorgehensweise.

Er versicherte uns, dass die CDU das Anliegen der Feuerwehr zielführend fortsetzten würde.

In diesem Gespräch machte die Löschzugführung auch deutlich, dass die Einsatzkräfte, sollte es nicht zu einer Änderung des Beschlusses kommen, den Bürgermeister darüber informieren, dass sie sich zukünftig weigern in der Fahrzeughalle weiterhin umzuziehen. Dies hätte dann gravierende Folgen für den zeitlichen Ablauf im Einsatzdienst und wäre auch ggf. mit hohen zusätzlichen Kosten für eine Zwischenlösung verbunden (Sanitär- u. Umkleidecontainer!?)

Alle Beteiligten waren sich einig, dass es nicht soweit kommen darf und auch nicht kommen muss.

Somit bleibt die Feuerwehr optimistisch und zugleich gespannt auf das Beratungsergebnis aus der gestrigen Fraktionssitzung der CDU.
Der Löschzug wird sich noch in dieser Woche erneut treffen um das weitere Vorgehen abzustimmen.

D. Gisbertz
Leiter Feuerwehr

 


 

 

Artikel aus dem Rheinische Post ePaper vom 26.10.2016:
(http://rp-epaper.s4p-iapps.com/artikel/532400/26021840)
 
Neubauplan für Feuerwache stockt
VON MICHAEL HECKERS
Der Stadtrat bremst die Planung zum Bau einer neuen Feuerwache am Grenzlandring aus. Feuerwehrchef Gisbertz und seine Kameraden sind tief enttäuscht. Bürgermeister Michael Stock übt heftige Kritik an der „Mehrheitsopposition“.
Wegbergs Feuerwehrleute sind tief enttäuscht. Sie hatten gehofft, dass der Stadtrat den Weg freimacht zum Bau der neuen Feuerwache. Doch es kam anders. RP-Foto: Jürgen Laaser (Archiv)
WEGBERG Feuerwehrchef Dietmar Gisbertz war außer sich: „Die Feuerwehr ist maßlos enttäuscht über die mehrheitliche Abstimmung zum Bebauungsplan für die neue Feuerwache Wegberg. Der Bebauungsplan wurde in seiner Form leider von den meisten Fraktionen, allen voran die CDU, in seiner jetzigen Form abgelehnt. Die Gründe sind für die vielen Feuerwehrkameraden nicht nachvollziehbar“, sagte er und veröffentlichte seine Meinung noch am selben Abend im Internet. Zuvor hatten 22 Feuerwehrleute, die sich im Wegberger Rathaus auf grünes Licht zum Bau der Feuerwehrwache gefreut hatten, unter stillem Protest den Sitzungssaal verlassen. Auch Bürgermeister Michael Stock und die Verwaltungsspitze sind tief enttäuscht.
Seit 2012 wird in Wegberg der Bau einer neuen Feuerwache am Grenzlandring/Maaseiker Straße geplant. Die alte Wache an der Venloer Straße von 1978 gilt als marode. Technik und Platzverhältnisse sind nicht mehr zeitgemäß, das Mobiliar ist teils schrottreif, es soll sogar Mängel beim Brandschutz geben. Die Stadtverwaltung hatte in den vergangenen vier Jahren in Zusammenarbeit mit einem Fachbüro Pläne für eine neue Feuerwache an der Maaseiker Straße ausgearbeitet (unsere Redaktion berichtete), Standorte und Alternativen geprüft und Pläne offen ausgelegt. Um die notwendigen politischen Beschlüsse vorzubereiten, berief Bürgermeister Stock den Arbeitskreis „Feuerwehr-Investitionen“ ins Leben. Der Arbeitskreis besteht aus Mitgliedern der Verwaltung, des Rates und der Führung der Feuerwehr und tagte in den vergangenen Monaten mehrfach.
Am Dienstagabend sollte der Stadtrat die Verwaltung schließlich beauftragen, Planungsrecht zu schaffen, damit die neue Feuerwache in den Jahren 2018 bis 2020 gebaut werden kann. So sah es jedenfalls der Beschlussvorschlag der Verwaltung vor. Doch es kam anders. Die CDU bezeichnete den Bau der neuen Feuerwache ebenso wie die Erweiterungen und Modernisierungen der Feuerwehrgerätehäuser in Klinkum und Moorshoven zwar als notwendig und „erklärten Willen der CDU“, verhielt sich in der Abstimmung aber konträr. Noch hatte sie zu viele Fragen und Bedenken, um Planungsrecht zu schaffen. Durch den Beschluss würden mögliche Baugrenzen zu früh festgelegt, gab CDU-Fraktionschef Georg Gellissen zu bedenken, das könne besonders dann, wenn sich noch ein Investor findet, der das Projekt im Rahmen einer Public-private-Partnership (PPP) verwirklichen möchte, problematisch werden. Technischer Beigeordneter Rudolf Fabry widersprach dieser Darstellung, dennoch blieb die CDU bei ihrer Haltung und stimmte mit FDP und der Wählergemeinschaft Aktiv für Wegberg/AfW (insgesamt 20 Stimmen) gegen die Beschlussvorlage. SPD, Grüne und Freie Wähler wollten der Verwaltung hingegen den Auftrag erteilen, Planungsrecht zu schaffen, blieben aber mit 15 Stimmen in der Minderheit.
Bürgermeister Michael Stock zeigte sich nach der Ratssitzung enttäuscht über das Abstimmungsverhalten der „Mehrheitsopposition“, wie er sich ausdrückte. Damit seien vier Jahre Planungsarbeit im Wert von rund 40.000 Euro mal eben vom Tisch gefegt worden. „Wir haben im Vorfeld alles mehrfach detailliert besprochen, nie gab es Bedenken. Und wenn es dann darauf ankommt, wird plötzlich eine Reihe von Fragen aus dem Hut gezaubert und alles blockiert“, sagte Stock. Am Tag nach der Ratssitzung redete der Verwaltungschef Klartext, vor allem in Richtung CDU: „Wenn man den Schmerz aus der verlorenen Bürgermeisterwahl immer noch nicht verwunden hat oder aus Sorge vor meiner möglichen Wiederwahl nicht möchte, dass ich als Bürgermeister im Jahr 2020 eine neue Feuerwache eröffne, sollte man offen darüber reden, aber man sollte keine Entscheidung treffen, die zu Lasten der Bürger unserer Stadt und der vielen Ehrenamtler geht, die rund um die Uhr ehrenamtlich den Brandschutz in Wegberg sicherstellen.“
Die Verwaltungsspitze wird nun beraten, wie es nach dem Beschluss weitergeht. „Wir haben ja mit Blick auf die neue Feuerwache noch nicht mal einen Arbeitsauftrag erhalten“, sagte Stock, der fest entschlossen ist, das Projekt weiter voranzutreiben, obwohl der Stadtrat ein gegenteiliges Signal gesendet hat. Für die Erweiterungen der Gerätehäuser in Klinkum und Moorshoven gab der Rat hingegen grünes Licht.
 
 

 

Artikel aus dem Rheinische Post ePaper vom 29.10.2016:
(http://rp-epaper.s4p-iapps.com/artikel/533564/26044221)

„Wir Feuerwehrleute lassen uns nicht für dumm verkaufen“
VON MICHAEL HECKERS
Die Mehrheitsentscheidung des Wegberger Stadtrates, kein Planungsrecht zum Bau einer neuen Feuerwache zu schaffen, schlägt weiterhin hohe Wellen.
WEGBERG Auch wenige Tage nach der Ratsentscheidung sitzt bei den Wegberger Feuerwehrleuten die Enttäuschung noch tief. Sie waren fest davon ausgegangen, dass der Stadtrat den Weg für den Bau der neuen Wache frei macht. Doch es kam anders. „Da wurde aus rein politischem Kalkül und auf Kosten von Ehrenamtlern Stimmung gemacht“, sagt Feuerwehrchef Dietmar Gisbertz, „wir Feuerwehrleute lassen uns nicht für dumm verkaufen.“
Die alte Feuerwache an der Venloer Straße wurde 1978 gebaut. Gebäude und Inventar gelten als marode. Außerdem gibt es dort zu wenig Platz. Weil die Probleme bekannt sind, wird seit 2012 der Bau einer neuen Wache an der Ecke Maaseiker Straße/Grenzlandring (neben der Rettungswache) geplant. Um die politischen Beschlüsse vorzubereiten, rief Bürgermeister Michael Stock den Arbeitskreis „Feuerwehr-Investitionen“ ins Leben. Dieser besteht aus Mitgliedern der Verwaltung, des Rates und der Führung der Feuerwehr. Mehrfach hatte das Gremium zuletzt getagt.
Nachdem CDU, FDP und AfW es am Dienstag abgelehnt haben, Planungsrecht für die neue Feuerwache zu schaffen, traf sich der Löschzug  I (Stadtmitte) gestern zur Krisensitzung. Die Feuerwehrleute haben keinerlei Verständnis für die Entscheidung, auch wenn die CDU als Mehrheitsfraktion nach wie vor bekennt, dass sie grundsätzlich für den Neubau der Wache sei. Feuerwehrchef Gisbertz hatte schon am Dienstagabend nach der Ratssitzung, die über 20 Wehrleute als Zuhörer miterlebten, alle Mühe, die Emotionen seiner Kameraden im Zaum zu halten: „Manche wollten Feuerwehrhelme ins Treppenhaus legen, um ein Zeichen zu setzen, andere mit Einsatzfahrzeugen und eingeschaltetem Blaulicht zum Rathaus fahren.“ Jetzt haben einige angekündigt, dass sie wegen der mangelnden Aussicht auf bessere Arbeitsbedingungen nicht länger bereit sind, sich im Alarmierungsfall in der engen Fahrzeughalle zwischen den ausrückenden Feuerwehrautos umziehen zu müssen. „Damit müssen wir uns jetzt auseinandersetzen und schnell Lösungen finden. Am Montag habe ich einen Termin beim Bürgermeister“, sagt Gisbertz.
Auch Sascha Mäder vom Löschzug I kann über die Ratsentscheidung nur den Kopf schütteln. „Wir wollen keine goldenen Waschbecken, sondern Standards, um unsere Aufgaben erledigen zu können“, sagt er. Deshalb müsse der Bebauungsplan für die neue Wache so schnell wie möglich in gültiges Recht umgesetzt werden. Wie das nach der abschlägigen Entscheidung des Stadtrates geschehen soll, weiß niemand. Eines aber wissen die Wegberger Feuerwehrleute ganz sicher: „Lippenbekenntnisse aus den Reihen der Politik will bei uns keiner mehr hören“, sagt Gisbertz.
 
INFO
Stellungnahmen von CDU, SPD und Grünen
Stellungnahmen Nach der Entscheidung im Wegberger Stadtrat zum Thema Feuerwache gaben mehrere Fraktionen Stellungnahmen ab. Die Inhalte der Pressemitteilungen von CDU, SPD und Grünen sind auf Seite C 3 zu finden.
 
 

 

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